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  Zentrum für Alleinerziehende Erlangen | Grünes Sofa e.V.

Hol- und Bringdienst - Projekt in Planung

Projekt Mama Mia Betreuung in Randzeiten, wichtig damit Vereinbarkeit von Familie und Beruf gut gelingt, ermöglicht mit viel Engagement von Frau Hirschfelder.

Projektleitung Frau Hava Sall-Müller erreichbar unter 0176/ 244 7016 1

 

Leserbrief von Maria Yeddes für die Erlanger Nachrichten

Das Zentrum für Alleinerziehende, Grünes S.O.f.A. e. V. Erlangen hält die Kinderbetreuungsmöglichkeiten für berufstätige Eltern in Erlangen nicht für ausreichend und sieht seit Jahren den großen Bedarf an einem stadtteilbezogenen Hol- und Bringdienst für berufliche Randzeiten. Das Zentrum begrüßt den ersten Schritt der Umsetzung durch das Erlanger Bündnis für Familien und der Bürgerstiftung Erlangen, wie ein Ihrem Zeitungsbericht vom 27.03.17 zu lesen ist. Dennoch: Für die Suche nach geeignetem Betreuungspersonal und die weiteren Aufgaben wie die Vermittlung des Kontakts und die Begleitung der Eltern ist die fachliche Unterstützung einer Koordinierungsstelle unerlässlich. Besonders Alleinerziehende sind schon übermäßig belastet mit den täglichen Anforderungen; obendrein eine geeignete Betreuungsperson zu suchen, ist schwierig. Ein weiteres Hemmnis sind die bürokratischen Hürden. Ein erster Schritt ist schon getan und die nächsten werden folgen. Weitere Infos: www.alleinerziehende.de, http://www.vamv-nrw.de/

27. März 2017

Arbeitsgruppentreffen
Um den Vorschlag „Realisierung eines Hol- und Bringdiensts für Randzeiten“ mit Vertreterinnen des Jugendamts zu diskutieren, bat Maria Yeddes die Jugendamtsleiterin Frau Edeltrauf Höllerer (inzwischen pensioniert) um einen Arbeitsgruppentermin. Am vereinbarten Treffen am 29.02.2016 im Jugendamt beteiligten sich Maria Yeddes, Gisela Fink, Angelika Engesser, Sonja Schneider als Vertreterinnen des Grünen S.O.f.A.s.
Gemeinsam mit Frau Höllerer und Frau Monika Michali, Geschäftsführerin des Erlanger Bündnisses für Familien, http://erlanger-familienbuendnis.de/home/ , wurde eine Zusammenstellung von Situationen erarbeitet, in denen v. a. für berufstätige Mütter ein Betreuungsbedarf für Randzeiten besteht.
Vorläufiges Ergebnis: Eine weitere Zusammenarbeit mit Blick auf die Umsetzung des Hol- und Bringdiensts ist geplant. Den tatsächlichen Bedarf in Erlangen wird das Jugendamt durch eine Umfrage versuchen zu ermitteln. Der Grundriß für ein in Erlangen praktikables Konzept eines „Hol- und Bringdiensts“ wird ggf. im Rahmen eines Projekts oder mehrerr Projekte und im Austausch mit verschiedenen Arbeitsgruppen erfolgen.

24. März 2016

Überlegungen seit 2008
Seit geraumer Zeit beschäftigt und die Frage, wie ein stadtteilbezogene „Hol- und Bringdienst“ für Alleinerziehende in Erlangen umgesetzt werden kann.
Eltern, vor allem Müttern, die mit ihren Kindern allein leben und berufstätig sein wollen, fehlt es häufig an einer geeigneten Kinderbetreuung für die sogenannten „Randzeiten“. Die Mutter muss beispielsweise um 6:00 Uhr zu arbeiten anfangen, die Kindertagesstätte öffnet allerdings erst um 7:00 oder um 8:00 Uhr. Oder aber das Kind müsste vor Arbeitsschluss bereits abgeholt und nach Hause gebracht werden, dort versorgt und betreut werden, bis die Mutter von der Arbeit nach Hause kommt.

Unsere langjährige Erfahrung und die zahlreichen Nachfragen von Eltern zeigen, wie enorm groß der Bedarf nach einem zeitlich flexiblen und stadtteilbezogenen „Hol- und Bringdienst“ ist, nicht nur für alleinerziehende Familien.

Die Hürde des (Wieder)Einstiegs ist erfolgreich gemeistert, der Arbeitsplatz ist gesichert, doch gilt es nun, weitere Herausforderungen zu bewältigen: Die Arbeitszeiten gehen häufig über die Betreuungszeiten der Kinder bzw. über die Öffnungszeiten der Betreuungseinrichtungen hinaus. Da ist z. B. eine Krankenschwester, die bei ihrer Spätschicht jemanden braucht, die/ der das Kind vom Hort oder der Kita abholt und betreut, bis sie nach Hause kommt und auch frühmorgens die Beaufsichtigung und Versorgung des Kindes sowie die Begleitung zur Kita übernimmt.

Häufig fehlt in alleinerziehenden Familien zur ergänzenden Kinderbetreuung nicht nur ein Partner. Auch andere Familienmitglieder wie Tanten, Onkel oder Großeltern, die unterstützend einspringen könnten, fehlen oft im unmittelbaren Umfeld.

Immer häufiger streben alleinlebende Frauen einen zügigen (Wieder)Einstieg in das Erwerbsleben an und sind schon kurz nach der Geburt ihres Kindes auf der Suche nach einer flexiblen und qualitativ guten Kinderbetreuung. Sie sind gut ausgebildet, hoch motiviert und wünschen sich finanzielle Unabhängigkeit. Dazu kommt, dass Alleinerziehende (zu 90 % übrigens Frauen) oft im Dienstleistungssektor und in sozialen Berufen beschäftigt sind - Bereiche, in denen Schichtdienst überwiegend die Regel ist.

Zur Realisierung des Projekts bieten sich zur Überbrückung von Ausfallzeiten des Hol- oder Bringdiensts oder bei Ausnahmesituationen (Streik der Kita, …) auch die Räume des Zentrums für Alleinerziehende zur Betreuung an. Kinder können in den frühen Morgenstunden ggf. auch von den Eltern selbst zum Grünen S.O.f.A. gebracht und dort betreut werden, bis die Tagesstätte öffnet. Die Abholung am Nachmittag erfolgt durch den Holdienst und eine überbrückende Betreuungszeit im Grünen S.O.f.A. kann sich bei Bedarf anschließen. Ggf. können die Autos des CarSharing Erlangen e. V. unterstützend miteinbezogen werden. Der Projektstart ist im Januar 2016 in den Stadtteilen „Bruck“ und „Anger“ geplant.

Wir sind zuversichtlich, den staddtteilbezogenen „Hol- und Bringdienst“ realisieren zu können. Nur fehlen uns zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch die zur Umsetzung nötigen finanziellen und personellen Mittel.